Wir stellen auf ein neues Überstundensystem um. Es handelt sich dabei um ein präziseres, transparenteres System, in dem Sie besser erkennen, wie ein Kontostand berechnet wird. Das System verarbeitet nun seit langem bestehende Berechnungssonderfälle und führt eine zuverlässigere Berechnung der monatlich abgegoltenen Überstunden ein. Außerdem lässt sich der Kontostand nun zurücksetzen. Sie können also einen Kontostand an einem bestimmten Datum auf einen exakten Wert festlegen. Während der gesamten Umstellung bleiben die aktuellen Überstundenkonten Ihrer Mitarbeitenden unverändert.
Der Wechsel zum neuen System eröffnet zudem Möglichkeiten für zukünftige Verbesserungen. Zu diesen Verbesserungen gehört die Vergütung von besonderen Überstunden (z. B. Zuschläge für Feiertags-, Nacht- oder Wochenendarbeit). Wir planen außerdem die einfachere Beantragung von Freizeitausgleich durch Mitarbeitende.
Bevor Sie weiterlesen, prüfen Sie bitte, ob dieser Artikel für Sie relevant ist:
- Wenn Sie in Personio bereits Überstunden erfassen, dann ist dieser Artikel für Sie interessant. Sie können ohne Vorbereitung weiterlesen, um zu erfahren, was sich ändert und was Sie erwartet.
- Wenn Ihr Personio Account nach dem 8. Juli 2026 erstellt wurde, können Sie diesen Artikel überspringen. Sie können diesen Schritt auch überspringen, wenn Sie vor dem 29. Juli 2026 keine Überstunden in Personio erfasst haben. In diesen Fällen nutzen Sie bereits das neue Überstundensystem. Eine Migration Ihrer Daten in das neue System ist nicht erforderlich.
Zeitleiste für die Umstellung
Die folgende Tabelle zeigt, was vor, während und nach der Umstellung geschieht. Wir beginnen am 30. September 2026 mit der Einführung und setzen sie in mehreren Phasen fort. Falls Ihnen das neue Überstundensystem derzeit nicht angezeigt wird, haben wir es noch nicht für Ihren Account freigeschaltet.
| Wann | Was |
| Mindestens 48 Stunden vor der Umstellung | Sie erhalten eine E-Mail, in der wir Sie darüber informieren, dass wir Ihr Unternehmen in Kürze auf das neue Überstundensystem umstellen werden. |
| An Ihrem Umstellungsdatum | Wir übertragen die Überstundendaten Ihres Unternehmens in das neue System. Die aktuellen Kontostände Ihrer Mitarbeitenden bleiben unverändert. Wir erstellen außerdem für jede vorhandene Überstundenrichtlinie eine neue Definition, um Ihre historischen Daten vor den Auswirkungen der Umstellung zu schützen. Mehr dazu erfahren Sie unten. |
| Nach der Umstellung | Das System berechnet Überstunden und Minusstunden nach der neuen Logik. Nutzen Sie die Aufschlüsselung zum aktuellen Kontostand, um zu erfahren, wie sich der Kontostand jedes Mitarbeiters zusammensetzt. |
Diese Umstellung ist obligatorisch und kann weder verschoben noch übersprungen werden. Wir werden das derzeitige Überstundensystem abschaffen, sobald in Ihrem Unternehmen das neue System allgemein verfügbar ist.
Wichtige Verbesserungen
Das neue Überstundensystem bringt mehrere Verbesserungen mit sich. Die folgende Tabelle stellt übersichtlich dar, was sich ändert und wie Sie davon profitieren.
| Verbesserung | Vorher | Nachher |
| Klarere, besser erklärbare Kontostände | Es gab keine detaillierte Aufschlüsselung der Bestandteile eines Kontostands. Es herrschte zudem Unklarheit über die Ereignisse, die zu diesem beigetragen haben. |
Eine Übersicht über den aktuellen Kontostand schlüsselt detailliert auf, wie sich der Kontostand zusammensetzt. Die Übersicht zur Historie zeigt ein Protokoll aller Ereignisse, geleisteten Überstunden , Minusstunden, Anpassungen und Vergütungen, die zum aktuellen Kontostand beigetragen haben. Das bedeutet, Sie können genau feststellen, wie ein Kontostand zustande kam, ohne dies selbst herausfinden zu müssen. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie in der neuen Oberfläche die Überstunden Ihrer Mitarbeitenden überprüfen. |
| Möglichkeit, bei der Vergütung von Überstunden oder bei Kontostandsanpassungen einen Kommentar hinzuzufügen | Bei der Vergütung von Überstunden oder einer Kontostandsanpassung gab es keine Möglichkeit, einen Grund oder erklärenden Kommentar hinzuzufügen. | Sie können einen Grund oder Kommentar hinzufügen, wenn Sie Überstunden auszahlen oder durch Abwesenheit abgelten. Auch bei einer Anpassung des Überstundenkontos ist das möglich. Mitarbeitende können diese Kommentare anzeigen und verstehen so die Änderungen, ohne nachfragen zu müssen. |
| Zuverlässigere Überstundenberechnungen für Sonderfälle |
Das System wies seit langem bestehende Sonderfälle auf, die zu unerwarteten Kontoständen führen konnten. Beispielsweise wurde eine unter der Woche vorgenommene Änderung des Arbeitszeitmodells rückwirkend auf die gesamte Woche angewendet, wobei der vorherige Zeitplan ignoriert wurde. |
Das neue System verarbeitet diese Sonderfällen richtig. Das bedeutet, dass Kontostände gleich beim ersten Mal richtig berechnet werden, ohne dass Sie sie im Nachhinein identifizieren und korrigieren müssen. Beispielsweise wird bei einer Änderung des Arbeitszeitmodells unter der Woche nun das Wirksamkeitsdatum der neuen Richtlinie berücksichtigt. Dabei wird auf die vorhergehenden Tage die bisherige Richtlinie angewendet, sodass die Sollstunden korrekt berechnet werden. Eine Liste dieser Berechnungssonderfälle finden Sie unter Weitere Änderungen unten. |
| Kontostand wird zurückgesetzt | Sie konnten nur einen relativen Betrag zu einem Kontostand hinzufügen oder von diesem abziehen. Es gab keine Möglichkeit, den Wert direkt auf einen bestimmten Wert festzulegen. |
Sie können ein Überstundenkonto an einem bestimmten Datum auf einen exakten Wert zurücksetzen. Sie können dies für eine Person direkt auf deren Überstundenseite vornehmen oder für mehrere Mitarbeitende gleichzeitig mithilfe des Imports von Überstundenkonten. Durch eine Kontostandsrücksetzung werden alle Überstunden, abgegoltenen Überstunden und sonstigen Transaktionen bis einschließlich dieses Datums überschrieben. Kontostandsrücksetzungen werden zum Ende des ausgewählten Wirksamkeitsdatums angewendet. Wenn Sie den Kontostand beispielsweise ab dem 1. Januar auf 0 Stunden setzen möchten, müssen Sie als Wirksamkeitsdatum den 31. Dezember auswählen. Dadurch erhalten Sie einen sauberen, präzisen Ausgangspunkt, wann immer Sie einen benötigen. |
| Konforme monatliche Berechnung abgegoltener Überstunden | Das System wendete die monatlichen abgegoltenen Überstunden an, bevor ein Defizit aus dem Vormonat verrechnet wurde. Überstunden wurden erst dann in die Kontostand eingerechnet, wenn die Arbeitsstunden eines Mitarbeiters den Schwellenwert überschritten. | Das System gleicht nun zunächst ein etwaiges Defizit aus dem Vormonat aus und wendet dann den Schwellenwert an. Dadurch erhalten Sie einen richtigen, konformen endgültigen Kontostand für Mitarbeitende, die sich nahe am Schwellenwert bewegen. Erfahren Sie mehr über Änderungen an den monatlich abgegoltenen Überstunden. |
Das neue Überstundensystem erkunden
Falls Ihnen das neue Überstundensystem nicht angezeigt wird, haben wir die Aktualisierung noch nicht für Ihren Account eingeführt. Wir beginnen am 30. September 2026 mit der Einführung und setzen sie in mehreren Phasen fort.
Sie können die Überstunden eines Mitarbeiters über das Widget Überstundenim Reiter Anwesenheiten aufrufen. Klicken Sie auf Kontostandsdetails, um die Seite mit den Überstunden zu öffnen. Auf der Überstundenseite können Sie die gesamte Aktivität der Person überprüfen, ihren Kontostand anpassen und Überstunden entweder auszahlen oder durch Abwesenheiten abgelten. Erfahren Sie, wie Sie im neuen System Überstunden verwalten.
Was Sie jetzt tun müssen
Wir werden Ihren Account automatisch auf das neue Überstundensystem umstellen. Die Überstundenkonten Ihrer Mitarbeitenden bleiben unverändert, und wir werden Sie vor und nach der Änderung benachrichtigen. Wir empfehlen Ihnen, etwas Zeit einzuplanen, um sich mit der neuen Oberfläche vertraut zu machen. Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden außerdem darüber, dass sich ihre Überstundenseite ändert.
Nach der Umstellung könnten folgende Dinge nützlich sein:
- Überprüfen Sie die Aufschlüsselung zum aktuellen Kontostand für einige zufällig ausgewählte Mitarbeitende, um sicherzustellen, dass deren Kontostand wie erwartet widergegeben wird.
- Denken Sie daran, dass Sie nun einen Kontostand an einem bestimmten Datum auf einen bestimmten Wert zurücksetzen können. Dies ist nützlich, falls Sie einmal einen Kontostand korrigieren müssen.
- Machen Sie sich mit der Funktionsweise der Neuberechnung von Überstunden vertraut. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn Sie rückwirkende Änderungen mit einem Wirksamkeitsdatum vor dem 1. Dezember 2025 vornehmen müssen.
- Wir haben die Berechnungslogik für monatlich abgegoltene Überstunden verbessert. Wenn Sie in Ihrer Überstundenrichtlinie monatlich abgegoltene Überstunden verwenden, überprüfen Sie, wie dies funktioniert.
- Das System berechnet nun Überstunden und Minusstunden unabhängig vom Mitarbeitendenstatus. Dies kann relevant sein, wenn Mitarbeitende den Status Auszeit oder Inaktiv aufweisen. Wenn Sie nicht möchten, dass sich in dieser Zeit Minusstunden anhäufen, haben Sie zwei Möglichkeiten:
- Deaktivieren Sie die Einstellungen zur Minusstundenerfassung in der Überstundenrichtlinie der Person. Falls andere Mitarbeitende diese Richtlinie ebenfalls anwenden, duplizieren sie stattdessen, und deaktivieren Sie die Minusstundenerfassung in der Kopie. Alternativ kann eine vorhandene Richtlinie zugewiesen werden, bei der die Minusstundenerfassung bereits deaktiviert ist, sodass die Änderung nur die jeweilige Person betrifft.
- Fügen Sie einen Abwesenheitszeitraum für die Abwesenheit hinzu. Stellen Sie sicher, dass Sie die folgende Einstellung für die Abwesenheitsart auf Ja setzen: Sollstunden reduzieren und jede während Abwesenheiten erfasste Zeit als Überstunden zählen?
Überstundenberechnungen verstehen
Immer wenn Sie eine Änderung vornehmen, die sich auf das Überstundenkonto auswirkt (z. B. das Bearbeiten vergangener Anwesenheits- oder Abwesenheitseinträge), berechnet Personio die betroffenen Kontostände automatisch neu. Dies trägt dazu bei, dass Ihre Aufzeichnungen korrekt bleiben.
- So funktionierte es bisher: Das bisherige System beschränkte Neuberechnungen strikt auf einen einzigen, festen Stichtag, den 1. November 2025. Der Kontostand wurde für Änderungen vor diesem Datum nicht automatisch neu berechnet. Das vorherige System wendete den Stichtag zudem auf den gesamten Account an.
- Was sich für Ihre vorhandenen Richtlinien ändert: Wir verabschieden uns von Stichtagen für den gesamten Account. Stattdessen ist der Stichtag an individuelle Überstundenrichtlinien gekoppelt.
Vorhandene Überstundenrichtlinien
Für alle Ihre vorhandenen Überstundenrichtlinien verwendet das System nun den 1. Dezember 2025 als faktischen Stichtag für Überstunden. Vor diesem Hintergrund sollten Sie Folgendes beachten, wenn Sie eine rückwirkende Änderung vornehmen:
- Änderungen mit Wirksamkeitsdatum ab dem 1. Dezember 2025: Das System berechnet die betroffenen Überstundenkonten automatisch neu.
- Änderungen mit Wirksamkeitsdatum vor dem 1. Dezember 2025: Kontostände bleiben unverändert. Das System speichert Ihre bisherigen Einträge, ohne automatische Neuberechnungen zu triggern.
Hinweis:
Wenn Sie eine Änderung vornehmen und Überstunden mit einem Wirksamkeitsdatum vor dem 1. Dezember 2025 neu berechnen müssen, empfehlen wir Ihnen nicht, hierfür eine Richtlinie neu zuzuweisen oder zu bearbeiten. Dies kann eine vollständige Neuberechnung für alle Personen mit dieser Richtlinie triggern und die bisherigen Werte überschreiben. Diese Maßnahme lässt sich nicht rückgängig machen. Falls Sie solche Anpassungen vornehmen müssen, kontaktieren Sie den Personio Support, um Unterstützung zu erhalten.
Was Sie in Ihrem Account finden werden
Um Ihre historischen Daten vor unbeabsichtigten Änderungen zu schützen, erstellt Personio automatisch eine neue Richtliniendefinition. Anschließend werden Ihnen die folgenden Definitionen in Ihrem Account angezeigt:
- Ab dem 1. Dezember 2025: Dies ist die neue Richtliniendefinition und die ab sofort aktive, bearbeitbare Version. Sie wendet die Logik des neuen Systems an.
- Vor dem 1. Dezember 2025: Diese Definition bewahrt Ihre historischen Daten unter Verwendung der Logik des alten Systems.
Möglicherweise stellen Sie fest, dass beide Definitionen unter einer Überstundenrichtlinie aufgeführt sind. Beispielsweise finden Sie sie möglicherweise in Ihren Einstellungen zu Überstundenrichtlinien. Möglicherweise finden Sie sie auch in der Übersicht zur historischen Richtlinie auf der Überstundenseite der Person. Dies ist völlig normal und dient als Abschlusszertifikat für die Umstellung. Ihren Mitarbeitenden wird weiterhin nur ein einziges, einheitliches Überstundenkonto angezeigt. Das duale System existiert ausschließlich im Hintergrund, um die Sicherheit historischer Daten zu gewährleisten.
Neu erstellte Richtlinien für die Zukunft
Für jede neue Überstundenrichtlinie, die Sie ab sofort erstellen, gilt unser standardmäßiges rollierendes Fenster für die Neuberechnung. Anstatt sich auf feste Stichtage zu stützen, berechnet das System Einträge innerhalb eines dynamischen Bereichs automatisch neu und wendet dabei die Logik des neuen Überstundensystems an:
- 10 Jahre in die Vergangenheit (beginnt am 1. Januar des Kalenderjahres vor 10 Jahren).
- 2 Jahre in die Zukunft (endet am 31. Dezember des Kalenderjahres 2 Jahre in der Zukunft).
Im Jahr 2026 dauert dieses Fenster beispielsweise vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2028. Das Zeitfenster verschiebt sich jedes Jahr am 1. Januar um ein Jahr nach vorne, sodass es im Verhältnis zu heute immer den gleichen Zeitraum abdeckt.
Änderungen der monatlich abgegoltenen Überstunden verstehen
Wenn Ihre Überstundenrichtlinie monatlich abgegoltene Überstunden vorsieht, lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie die Regelung nach der Umstellung funktioniert.
So werden Minusstunden mit dem Schwellenwert verrechnet
Die Reihenfolge, in der das System Minusstunden mit den monatlich abgegoltenen Überstunden verrechnet, hat sich geändert. Hier erfahren Sie mehr zur Berechnung vor und nach der Umstellung.
| Vorher | Nachher |
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Das System wendete den monatlichen Schwellenwert an, bevor ein Defizit aus dem Vormonat verrechnet wurde. Das bedeutete, dass Überstunden den Schwellenwert überschreiten mussten, bevor das System sie auf das Überstundenkonto anrechnete. Beispiel: Julias Überstundenrichtlinie sieht einen monatlichen Schwellenwert von 10 Stunden vor.
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Das System gleicht zunächst ein etwaiges Defizit aus dem Vormonat aus und wendet dann den Schwellenwert an. Beispiel: Julias Überstundenrichtlinie sieht einen monatlichen Schwellenwert von 10 Stunden vor.
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So wirken sich Kontostandsanpassungen und -rücksetzungen auf den Schwellenwert aus
Eine Kontostandsanpassung wird nicht auf den Schwellenwert angerechnet. Wenn Sie in einem Monat eine Kontostandsanpassung vornehmen, wird diese Teil des Ausgangskontostands für den nächsten Monat. Daran hat sich nichts geändert.
Beispiel für eine Kontostandsanpassung:
Alfreds Überstundenrichtlinie sieht einen monatlichen Schwellenwert von 10 Stunden vor.
- Er beendet den Juni mit einem Überschuss von 6 Stunden.
- Im Juli erfasst er 12 Überstunden. Unabhängig davon nimmt eine HR-Führungskraft eine Kontostandsanpassung von -3 Stunden vor, um einen früheren Fehler auszugleichen.
Kontostandsanpassungen werden nicht in die Schwellenwertberechnung einbezogen. Das System ermittelt den Kontostand für Juli ausschließlich anhand des Überschusses und der erfassten Überstunden:
- Von den 12 Überstunden, die Alfred erfasst, werden aufgrund des Schwellenwerts von 10 Stunden nur 2 Stunden auf den Kontostand angerechnet.
- Zusammen mit seinem 6-Stunden-Überschuss vom Juni ergibt das 8 Stunden.
- Das System wendet dann die Anpassung von -3 Stunden direkt auf diese 8 an.
- Alfreds Kontostand beträgt Ende Juli 5 Stunden.
Ein Kontostandsrücksetzung funktioniert anders. Wenn Sie im Laufe eines Monats eine Kontostandsrücksetzung vornehmen, behandelt Personio diesen neuen Kontostand als Ausgangspunkt für den Rest des Monats. Das System ignoriert bei der Berechnung des Schwellenwerts jegliche Überstunden oder Minusstunden früher im Monat.
Beispiel für eine Kontostandsrücksetzung:
Alfreds Überstundenrichtlinie sieht einen monatlichen Schwellenwert von 10 Stunden vor.
- Er erfasst in der ersten Julihälfte 12 Überstunden.
- Am 15. Juli setzt ein Admin den Kontostand auf 5 Stunden zurück.
Durch das Festlegen eines neuen Kontostands wird der Ausgangspunkt für die Schwellenwertberechnung zurückgesetzt. Das System berechnet den restlichen Juli ausschließlich anhand der Rücksetzung und der anschließend erfassten Überstunden:
- Bei der Schwellenwertberechnung für Juli werden die 12 Stunden, die Alfred vor der Rücksetzung erfasst hat, nicht berücksichtigt.
- Ab dem 15. Juli behandelt das System 5 Stunden als Ausgangskontostand für den Rest des Monats. Der Schwellenwert von 10 Stunden gilt erneut für alles, was er danach erfasst.
- Er erfasst noch 8 Überstunden bis Ende Juli. Dies überschreitet den Schwellenwert von 10 Stunden nicht und wird daher noch nicht in den Kontostand eingerechnet. (Denken Sie daran, dass bei der Schwellenwertberechnung für Juli die 12 Stunden, die Alfred vor der Rücksetzung erfasst hat, nicht berücksichtigt werden.)
- Alfreds Kontostand Ende Juli bleibt bei 5 Stunden.
Weitere Änderungen
Viele der folgenden Änderungen sind geringfügig und werden sich nicht auf Ihre tägliche Arbeit auswirken. Wir haben sie der Vollständigkeit halber hier aufgeführt. Dies umfasst auch einige spezielle Sonderfälle der Berechnung, die das neue System nun von vornherein korrekt handhabt.
| Ereignis/Verhalten | Vorher | Nachher |
| Berechnungssonderfälle | ||
| Zukünftige Abwesenheiten und Minusstunden |
Durch die Beantragung von Abwesenheit für ein Datum in der Zukunft wurde das Überstundenkonto sofort angepasst. Auch das Erfassen von 0 Stunden für ein zukünftiges Datum führte sofort zu einem Defizit. Dies ist eine Umgehungslösung, die Ihre Mitarbeitenden möglicherweise genutzt haben, um eine Abwesenheit zu planen, da es keine Funktion zum von Mitarbeitenden verwalteten Freizeitausgleich gab. |
Der Kontostand ändert sich erst am Datum in der Zukunft selbst. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Abwesenheitsanfrage oder ein zukünftiges Defizit handelt, einschließlich Tagen, für die 0 Stunden erfasst werden. Mitarbeitende können weiterhin 0 Stunden für ein Datum in der Zukunft erfassen, um informell einen Freizeitausgleich zu planen. Dies wird jetzt jedoch wie jede andere Änderung mit einem Datum in der Zukunft behandelt: Der Kontostand wird erst aktualisiert, wenn dieses Datum erreicht ist, nicht sofort. Sie können im Namen von Mitarbeitenden Überstunden als Abwesenheiten abgelten. |
| Nicht genehmigte Anwesenheiten und wöchentliche Überstunden | Bei einer Richtlinie zu wöchentlichen Überstunden wurden nicht genehmigte Anwesenheiten so lange von der Berechnung der wöchentlichen Überstunden ausgeschlossen, bis sie genehmigt wurden. Das Überstunden-Widget im Reiter Anwesenheiten zeigte auch eine separate Angabe für ausstehende Überstunden an. | Das System berechnet nun die wöchentlichen Überstunden in Echtzeit, unabhängig vom Genehmigungsstatus. Das bedeutet, dass der Kontostand erfasste Anwesenheiten sofort widerspiegelt. Das Überstunden-Widget im Reiter Anwesenheiten zeigt nur noch genehmigte Überstunden an und keinen separaten Hinweis mehr auf ausstehende. |
| Anstellung oder Austritt während der Woche | Das System behandelte die erste oder letzte Arbeitswoche einer Person als volle Arbeitswoche, auch wenn sie in dieser Woche nicht jeden Tag gearbeitet hatte. |
Das System berücksichtigt, dass die Person in der ersten und letzten Beschäftigungswoche möglicherweise nur tageweise arbeitet. Die Sollstunden werden anteilig entsprechend den aktuellen Arbeitstagen der Person berechnet. Beispiel: Eine Neueinstellung hat ein Arbeitszeitmodell von Montag bis Freitag mit 8 Stunden pro Tag. Allerdings nimmt sie die Arbeit an einem Mittwoch auf. Das System legt für die erste Woche 24 Sollstunden (3 Tage) statt 40 Stunden fest. |
| Wöchentliche Überstunden, wenn sich eine Woche über zwei Monate erstreckt | Wenn ein Monat während einer Woche endete, wurde der Schwellenwert für diese Woche vom System überhaupt nicht generiert. |
Das System generiert den Schwellenwert anhand des Zeitpunkts der Anwesenheitserfassung, sodass er auch dann korrekt angewendet wird, wenn sich eine Woche über zwei Monate erstreckt. Beispiel: In einer Woche, die von Montag bis Sonntag geht und in der der Monat am Mittwoch endet, wendet das System folgende Logik an:
Dieselbe Logik gilt auch bei einer Richtlinie für tägliche Überstunden. |
| Halber Feiertag plus halber Tag Abwesenheit am selben Tag | Wenn ein halber gesetzlicher Feiertag und ein halber Tag Abwesenheit auf denselben Tag fielen, wurden beide Abzüge ohne Obergrenze addiert. Dies führte mitunter zu einem Abzug von einer Minute mehr als einem ganzen Tag. | Das System begrenzt nun den Gesamtabzug auf einen vollen Tag, unabhängig davon, wie viele halbtägige Ereignisse auf diesen Tag fallen. Dadurch wird die Rundungsdifferenz von einer Minute beseitigt. |
| Weitere Berechnungsänderungen | ||
| Auszahlungserstellung vs. Wirksamkeitsdatum | Das Datum, an dem Sie die Auszahlung erstellt haben, und das Datum, an dem der Mitarbeiter die Auszahlung erhalten hat, waren identisch. |
Der Eintrag auf der Überstundenseite wird nun an dem Tag angezeigt, an dem Sie eine Auszahlung erstellen, und nicht mehr am Wirksamkeitsdatum der Auszahlung. Außerdem verringert sich der Überstundenkontostand an dem Tag, an dem Sie die Auszahlung erstellen. Im Reiter Gehalt des Mitarbeiters wird die Auszahlung im Monat des Wirksamkeitsdatums angezeigt. Erfahren Sie mehr über die Auszahlung von Überstunden. |
| Berechnung des Überstundenkontos |
Das Überstundenkonto war die laufende Summe aller Überstunden über den gesamten Zeitraum (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft). Dazu zählten Überstunden, Minusstunden, Anpassungen, Vergütungen und abgegoltene Überstunden. Es war immer derselbe Wert, egal an welchem Tag Sie ihn abgerufen haben. Bei der Erstellung eines Bericht enthielt der angezeigte Überstundenkontostand auch alle zukünftigen Elemente. |
Der aktuelle Kontostand ist nun eine Momentaufnahme des Kontostands zu diesem bestimmten Zeitpunkt und berücksichtigt keine zukünftigen Elemente. Dadurch wird der Kontostand für Berichte zuverlässiger, da er nur den aktuellen Stand widerspiegelt und keine zukünftigen Ereignisse. Weitere Details dazu, was im aktuellen Kontostand enthalten ist, finden Sie in der Aufschlüsselung zum aktuellen Kontostand. |
Häufige Fragen