Der Begriff Sozialversicherung

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über den Begriff Sozialversicherung und dessen Rolle für die Lohnabrechnung.

 

Sozialversicherung im Überblick

In der Sozialversicherung werden folgende fünf Säulen voneinander abgegrenzt:

Versicherungsart Erklärung Beitragssatz pro Monat
Gesetzliche Krankenversicherung Die Krankenversicherung hat die Aufgabe, die Gesundheit des versicherten Mitarbeiters zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern.

Arbeitnehmer:

7,3 % + die Hälfte des indiv. Zusatzbeitrag

Arbeitgeber: 

7,3 % + die Hälfte des indiv. Zusatzbeitrag

Gesetzliche Rentenversicherung Die Rentenversicherung ist für die Alterssicherung zuständig und sichert so einen Teil des entfallenen Einkommens im Ruhestand.

Arbeitnehmer:

9,3 %

Arbeitgeber: 

9,3 %

Gesetzliche Arbeitslosenversicherung Die Arbeitslosenversicherung hat die Aufgabe, im Falle der Arbeitslosigkeit finanziell abzusichern.

Arbeitnehmer: 

1,2 %

Arbeitgeber: 

1,2 %

Gesetzliche Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung ist für den Fall der notwendigen Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit zuständig.

Arbeitnehmer: 

1,525 % + 0,25 % Zusatzbeitrag (nur Kinderlose und über 23 Jahre)

Arbeitgeber: 

1,525 %

Gesetzliche Unfallversicherung Die Unfallversicherung sichert bei Arbeitsunfällen ab. Wird nur vom Arbeitgeber an die Unfallversicherung entrichtet. (Je nach indiv. Gefahrtarifstelle)

Im Bundesland Sachsen ist der Betrag zur Pflegeversicherung abweichend. Hier zahlt der Arbeitgeber 1,025 % und der Arbeitnehmer 2,025 % zzgl. des Zusatzbeitrags (nur bei Kinderlosen und über 23 Jahren).

Die Sozialversicherung ist als Versicherungssystem zu betrachten, welches den Mitarbeiter gegen bestimmte Risiken absichert. Die Sozialversicherung wird in Deutschland dabei als Pflichtversicherung betrachtet. Die Höhe der Beiträge zur Sozialversicherung orientieren sich an der Höhe des Arbeitslohns. Für die Berechnung werden folgende Werte herangezogen:

  • Krankenversicherungsbrutto
  • Rentenversicherungsbrutto
  • Arbeitslosenversicherungsbrutto
  • Pflegeversicherungsbrutto
  • Unfallversicherungspflichtiges Entgelt

Neben der gesetzlichen Sozialversicherung gibt es auch die private Kranken- und Pflegeversicherung sowie die freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung. Wer sich privat bzw. freiwillig gesetzlich versichern darf, entscheidet sich nach der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Wer über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, kann sich entweder freiwillig in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung versichern lassen oder in die private Kranken- und Pflegeversicherung wechseln.

Art Wert pro Jahr
Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 62,550.00 €
Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 56,250.00 €

 

Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Grenze, bis zu der die Beiträge zur Sozialversicherung berechnet werden. Damit die Beiträge nicht ins uferlose laufen, wurden einheitliche Grenzen festgelegt. Wir unterscheiden hier zum einen die Beitragsbemessungsgrenzen für Kranken- und Pflegeversicherung, für Arbeitslosen- und Rentenversicherung als auch für die Bundesländer West und Ost.

Versicherungsart Beitragsbemessungsgrenze
pro Monat West
Beitragsbemessungsgrenze
pro Monat Ost
Krankenversicherung 4,687.50 € 4,687.50 €
Rentenversicherung 6,900.00 € 6,450.00 €
Arbeitslosenversicherung 6,900.00 € 6,450.00 €
Pflegeversicherung 4,687.50 € 4,687.50 €

 

Sozialversicherungsnummer

Jeder, der in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis tätig ist, erhält eine Sozialversicherungsnummer. Diese findet man auf dem Sozialversicherungsausweis. Die Sozialversicherungsnummer wird auch Rentenversicherungsnummer genannt und ist für die Entgeltabrechnung eines Mitarbeiters zwingend erforderlich. Sie dient zur eindeutigen Identifizierung eines Mitarbeiters und wird vom zuständigen Träger der Rentenversicherung vergeben. Die Sozialversicherungsnummer wird vom Arbeitgeber beim Start eines Arbeitsverhältnisses oder bei einer Änderung des Arbeitsverhältnisses an die Sozialversicherung gemeldet.

 

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