Abwesenheit zählt als Fehlzeit

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Auswirkungen die Aktivierung der Funktion Zählt als Fehlzeit hat. Konkret gehen wir auf die folgenden drei Funktionsauswirkungen ein:

  1. Anrechnung von gearbeiteten Stunden während einer Abwesenheit als Überstunden
  2. Gehaltsfortzahlung während einer Abwesenheit bei Mitarbeitern mit hinterlegtem Stundenlohn
  3. Abzug vom Saldo im Anwesenheitskonto

Die Funktion Zählt als Fehlzeit können Sie unter Einstellungen > Abwesenheit für jede Abwesenheitsart individuell aktiveren bzw. deaktivieren.

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Best Practice Empfehlung

Wir empfehlen Ihnen, diese Funktion für alle Abwesenheitsarten zu aktivieren, welche in Ihrem Unternehmen als tatsächliche Abwesenheitszeit gelten (z.B. Bezahlten Urlaub, Krankheit und Sonderurlaub). Bei Abwesenheitsarten, in denen Mitarbeiter arbeiten, sollte diese Funktion deaktiviert werden (z.B. Home Office, Geschäftsreise und Training).

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Anrechnung von Arbeitszeit als Überstunden

Ist bei einer Abwesenheitsart die Funktion Zählt als Fehlzeit aktiviert, werden Arbeitszeiten, die während einer eingetragenen Abwesenheit erfasst werden, automatisch als Überstunden gezählt.

Bitte beachten Sie, dass Überstunden für diese Funktion in den Arbeitszeitmodellen aktiviert sein müssen. Erfahren Sie hier, wie Sie Arbeitszeitmodelle konfigurieren.

Als Beispiel dient die folgende Abbildung:

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In diesem Fall ist bei dem Mitarbeiter am 23.10. die Abwesenheitsart Bezahlter Urlaub hinterlegt. Die eingetragene Abwesenheit erscheint im Mitarbeiterprofil auch im Reiter Anwesenheit. Da in der Abwesenheitsart Zählt als Fehlzeit aktiviert ist, würden in diesem Beispiel zwei Stunden direkt auf das Überstundenkonto verbucht werden. Aus diesem Grund erscheint beim Eintragen von Arbeitszeiten innerhalb der Abwesenheitsperiode der folgende Hinweis:

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Sofern diese Meldung bestätigt wird, tauchen die gearbeiteten Stunden im Überstundenkonto auf.


Gehaltsfortzahlung während Abwesenheit beim Bezug von Stundenlohn

Eine weitere Auswirkung der Funktion Zählt als Fehlzeit bezieht sich auf die Gehaltsfortzahlung von Mitarbeitern mit hinterlegtem Stundenlohn bei einer eingetragenen Abwesenheit an Arbeitstagen.

Die folgenden Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein:

  • Mitarbeiter bezieht Stundenlohn (z.B. Werkstudenten)
  • In der Abwesenheitsart muss Zählt als Fehlzeit aktiviert sein (z.B. Krankheit oder Bezahlter Urlaub)
  • Abwesenheit muss auf einen Tag fallen, der laut Arbeitszeitmodell als Arbeitstag zählt

Sind alle genannten Voraussetzungen erfüllt, werden für den Tag der Abwesenheit die Stunden laut Arbeitszeitmodell mit dem Stundenlohn multipliziert und in dem entsprechenden Monat als Gehalt verbucht.

Als Beispiel dienen die folgenden Abbildungen:

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In diesem Beispiel fällt die Krankheit auf einen im Arbeitszeitmodell hinterlegten Arbeitstag mit einer Dauer von zwei Stunden. Der Mitarbeiter bezieht einen Stundenlohn i.H.v. 18€. Demnach ergibt sich für den Krankheitstag eine Summe von 36€, die automatisch in der Gehaltsübersicht vermerkt wird.

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Abzug vom Saldo im Anwesenheitskonto

Das Anwesenheitskonto stellt die Soll-Arbeitszeit den gearbeiteten Stunden gegenüber und errechnet so ein Saldo für den aktuellen Monat. Weitere Informationen zum Anwesenheitskonto finden Sie hier.

Zusätzlich führt das Anwesenheitskonto alle Abwesenheiten innerhalb eines Monats auf, sofern die Abwesenheiten als Fehlzeit zählen.

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Somit werden alle Abwesenheiten innerhalb eines Monats vom Anwesenheitssaldo abgezogen.

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