Wie konfiguriere ich Überstunden in Personio?

Neben dem Erfassen der Anwesenheitszeiten, bietet Ihnen Personio zudem die Möglichkeit anfallende Überstunden Ihrer Mitarbeiter zu vermerken sowie zu kompensieren.

Konfiguration der Überstunden

In der Accountkonfiguration unter Anwesenheit können Sie für Ihre einzelnen Arbeitszeitmodelle das Zählen von Überstunden individuell aktivieren. Als Überstunden werden alle eingetragenen Arbeitsstunden gewertet, welche die im Arbeitszeitmodell hinterlegte Stundenzahl übersteigen. Sobald Sie das Zählen von Überstunden via Checkbox aktiviert haben, bietet Ihnen Personio drei unterschiedliche Kalkulationsmöglichkeiten: Das Berechnen der Überstunden auf wöchentlicher Basis, täglicher Basis ohne Aktivierung von Unterstunden oder auf täglicher Basis mit Aktivierung von Unterstunden.

a. Berechnung der Überstunden auf Basis der Wochenstunden


Entscheiden Sie sich für das Berechnen der Überstunden auf Basis der Wochenstunden, werden für Ihre Mitarbeiter Unter- sowie Überstunden innerhalb einer Woche miteinander verrechnet. Jedoch kann das Überstundenkonto nicht ins Minus laufen, sondern wird in diesem Falle mit 0 Überstunden ausgewiesen.

b. Berechnung der Überstunden auf Basis der Tagesstunden


Entgegen der vorherigen Berechnung, werden bei der Kalkulation der Überstunden auf Tagesbasis ohne Aktivierung von Unterstunden, die täglichen Überstunden dem Überstundenkonto gutgeschrieben. Unterstunden werden nicht erfasst. Dadurch kann auch hier das Überstundenkonto keine negativen Werte ausweisen.

c. Berechnung der Überstunden auf Basis der Tagesstunden mit Aktivierung von Unterstunden



Bei der Berechnung der Überstunden auf Basis der Tagesstunden haben Sie zusätzlich die Option das Zählen von Unterstunden zu aktivieren. Dadurch werden im Überstundenkonto Überstunden und Unterstunden miteinander verrechnet. Diese Einstellung erlaubt Ihnen somit auch das Erfassen von Unterstunden im Überstundenkonto.

Auswirkungen für das Überstundenkonto
Um die verschiedenen Möglichkeiten der Überstundenerfassung bestmöglich für Sie abzubilden, werden in folgendem Beispiel die drei Konfigurationen für einen Teilzeitmitarbeiter mit 20 Wochenarbeitsstunden exemplarisch erläutert:

Wochentag Soll-
Stunden
Ist-
Stunden
Wöchentliche Berechnung Tägliche Berechnung  Tägliche Berechnung inkl. Unterstunden
Montag 4 Std. 4 Std. +/- 0 Std. +/- 0 Std. +/- 0 Std.
Dienstag 4 Std. 1 Std. -3 Std. +/- 0 Std. -3 Std.
Mittwoch 4 Std. 5 Std. +1 Std. +1 Std. +1 Std.
Donnerstag 4 Std. 4 Std. +/- 0 Std. +/- 0 Std. +/- 0 Std.
Freitag 4 Std.                4 Std.              +/- 0 Std.        +/- 0 Std.           +/- 0 Std.                
  20 Std. 18 Std. 0 Überstd. 1 Überstd. -2 Unterstd.


In dem obigen Beispiel hat ein Mitarbeiter zwei Stunden weniger in der Woche gearbeitet. Die Unterstunden werden jedoch nur in der dritten Kalkulation erfasst. Bei der täglichen Berechnung ohne Unterstunden wird dem Mitarbeiter sogar eine Überstunde gutgeschrieben. 
Arbeitet ein Mitarbeiter in der betrachteten Woche mehr als die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden, ergeben sich keine Unterschiede zwischen der wöchentlichen Kalkulation sowie der täglichen Kalkulation mit Unterstunden:

Wochentag

Soll-
Stunden

Ist-
Stunden
Wöchentliche Berechnung Tägliche
Berechnung
Tägliche Berechnung inkl. Unterstunden
Montag 4 Std. 4 Std. +/- 0 Std. +/- 0 Std. +/- 0 Std.
Dienstag 4 Std. 1 Std. -3 Std. +/- 0 Std. -3 Std.
Mittwoch 4 Std. 7 Std. +3 Std. +3 Std. +3 Std.
Donnerstag 4 Std. 6 Std. +2 Std. +2 Std. +2 Std.
Freitag 4 Std.                 4 Std.                +/- 0 Std.      +/- 0 Std. +/- 0 Std.
  20 Std. 22 Std. Überstd. 5 Überstd. 2 Überstd.




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